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von Julia Bellan

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Videostile

Stop Motion Stil

Stop Motion ist eine Technik, bei der einzelne, leicht veränderte Standbilder von einem Modell oder einer Zeichnung aufgenommen und aneinandergereiht werden, wodurch die Illusion einer Bewegung entsteht. Diese Einzelbildschaltung bildet die Grundlage aller Animationsfilme und funktioniert nach dem Prinzip des Daumenkinos.[1]

Letzte Aktualisierung: 13.08.2018

Lesezeit: 2 Minuten

Geschichte des Stop Motion Stils

Der französische Theaterbesitzer und Regisseur Georges Méliès gilt als Erfinder der Stop Motion Technik. Er entdeckte den sogenannten Stoptrick durch Zufall, als seine Filmkamera während einer Aufnahme für einen Moment hängen blieb. Auf dem späteren Filmmaterial sah es aus, als seien die Darsteller wie von Zauberhand an einen anderen Ort bewegt worden. Daraufhin nutzte Méliès den Stop Motion Stil vorrangig für Zaubertricks. Später wurde die Technik weiterentwickelt und für Spezialeffekte genutzt. Außerdem entstanden neue Filmgenres, wie der Zeichentrickfilm.[2]

Das wohl bekannteste Film-Beispiel, welches im Stop Motion Stil produziert wurde, ist King Kong (1933) von Willis Harold O’Brien. In diesem Film wurde die Stop Motion Technik eingesetzt, um Realdrehsequenzen mit animierten Szenen zu kombinieren.[3] Ein erfolgreicher Stop Motion Film aus der heutigen Zeit ist der Trickfilm Coraline. Beim flüchtigen hinsehen wirkt der Film wie am Computer animiert, tatsächlich aber wurde er mit der Stop Motion Technik produziert. Das folgende Video zeigt, wie aufwendig die Produktion des Filmes war.[4]

 

 

Stop Motion Anleitung   

Um einen Stop Motion Film zu produzieren, bedarf es keiner professionellen Ausrüstung oder eines Studios. Im Prinzip kann jeder auch zu Hause einen Stop Motion Film animieren. Dazu wird eine Kamera, ein Stativ, ein Setting ohne natürliches Licht und eine ausgedachte Handlung benötigt. Die Figuren oder die Zeichnung sollte für jedes Bild nur minimal verändert werden. Wer im Anschluss die Standbilder zu zwölf Bildern pro Sekunde aneinanderreiht, erzeugt die Illusion einer Bewegung. Je mehr Bilder pro Sekunde aneinandergereiht werden, desto flüssiger erscheint die Bewegung. 

Wer es ganz einfach haben möchte, kann auf diverse Stop Motion Apps zurückgreifen, die die Animation zusätzlich vereinfachen. So gibt es die Apps LegoMovie, iStopMotion oder auch Stop Motion Studio, die die Produktion unterstützen.

 

Einzelnachweise

[1, 4] https://www.kinofenster.de/filme/archiv-film-des-monats/kf1005/die_stop_motion_technik/

[2] https://www.stopmotiontutorials.com/stop-motion-anleitung-einfuehrung.php

[3] http://filmlexikon.uni-kiel.de/index.php?action=lexikon&tag=det&id=3289

Über den Autor

Julia Bellan

Julia Bellan studierte Medienwirtschaft und Journalismus an der Jade Hochschule Wilhelmshaven und entdeckte dort ihre Leidenschaft für das Schreiben. Als Redakteurin bei Pictima setzt sie alles daran, die Welt der Video-Branche aus allen Blickwinkeln zu betrachten und ihre Entdeckungen in unterhaltendem, aber informativem Content aufzubereiten.

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